Die Ausstellung Vision Sternwarte wurde ursprünglich von mir, Mike Weil und Mike Hoffman im Jahr 2009 in Hamburg Bergedorf ins Leben gerufen. Mike Weil ist der Besitzer der Restaurant/Kneipe “Belami in Hamburg Bergedorf. Das Restaurant ist ein kultureller Knotenpunkt im Herzen des Bezirkes Bergedorfs im Osten Hamburgs. Hier finden Lesungen und Konzerte über das ganze Jahr hin statt. Mike Weil ist ein untriebiger Geist und ständig in Kontakt mit allen Menschen seines Bezirkes, die so dann und wann in seiner Kneipe aufschlagen. So kam es auch zu einem Kontakt zu Mitarbeitern der Hamburger Sternwarte in Bergedorf, die quasie hoch oben über dem Bezirk Bergedorf  in einem wunderschönen Parkgelände vor sich hinthront. Die Hamburger Sternwarte ist einer der ältesten Sternwarte Deutschland und auf der Liste der UNESCO,  um irgendwann einmal vielleicht doch noch zum Weltkulturerbe erhoben zu werden.

Im Sommer 2008 fand dort ein Treffen verschiedenster Manager aus dem Bereich der Tourismusbranche statt und Mike Weil wurde gefragt ob er dieses Treffen mit Speis, Trank und ein wenig “Multimedia” Vor Ort begleiten zu können. So kam er denn auf mich zu, die wir uns gerade knapp ein Jahr kannten, und fragte mich ob ich mir vorstellen könnte zur Geschichte der Sternwarte etwas in 3D zu entwerfen. Wir setzetn uns zusammen und entwickelten den Plan ein altes Gerät der Sternwarte, welches allerdings nicht mehr vor Ort sich befand, digital wieder zu rekonstruieren. Es handelte sich dabei um den sogenannten Meridiankreis und seinem Instrumentarium.

Ich visualisierte in relativ kürzester Zeit anhand von Plänen, Zeichnungen und Fotos dieses Instrument und sein Gebäude so gut es eben ging und bastelte dazu noch eine weinig etwas zur Geschichte der Sternwarte hinzu, so dass die Multimediabegleitung erflogreich dieses Treffen bgleiten konnte.

Die Sternwarte wollte sich für meine Arbeit dahingehend bedanken das sie mir Raum für eine Ausstellung anboten, wohingegen ich ihnen anbot man könne doch einen ganze Ausstellung mit mehreren Künstlern organisieren. So wurde die Idee der Kunstausstellung  “Vision Sternwarte” geboren die in den jahren danach noch dreimal wieder aufgelegt wurde. Mike Weil und Mike Hoffmann, sowie meine Wenigkeit organisierten in den Jahren dieses Event, welches immer über zwei Wochenenden im August ging, mit vielen Künstlern, Literaten und Musikern auf dem Gelände der Sternwarte. Die Hauptarbeit lastete dabei immer auf Mike W und Mike H. die vor Ort die Organisation in die Hand nehmen mussten und ich ihnen ab und an aus dem Hamburger Westen wo es eben ging meine Hilfe zusteuerte.

Es sind über vier Jahre schöne Erinnnerung geblieben, von tollen Abenden und sonnigen Nachmittage mit relativ vielen Besuchern auf diesem wunderschönen Gelände. Es sind viele Bekanntschaften daraus erwachsen, irrsinnige Begegnungen mit verrückten Musikern (Zabba Lindner) für die man Zentner von Equipment hin und herschleppte und sich den Rücken verbog. Verregnete Eröffnungsreden, geflutetet Zelte und steckengeblieben Hebebühnen im großen Refraktorgebäude….es war alles dabei.

Am Ende blieb nach vier Jahren leider nur das Resümee zu ziehen das ein toller Ort mit einer leidenschaftlichen Organisation und vielen kleinen Helferlein leider noch nicht ein Event entstehen lässt das sich von alleine finanziell trägt. Dazu gehört auch ein lokale, bzw reginale  Infrastruktur die das alles unterstützt. Leider war das am Ende nicht immer gegeben, und die eingesetzten Kräfte die über weite Teile des Jahres sich auf das Event konzentrierten, bei den beteilgten Akteuren am Ende nicht das Ergebnis aufwiegen konnten.

Am entscheidensten blieb am Ende die Erkenntnis, das selbst ein Ereignis wie “100 Jahre Hamburger Sternwarte” im Jahre 2012 nicht in die Köpfe von Redakteuren der Hamburger Medien und Presselandschaft hineinzubekommen war. Am zweiten Wochenende wurde damals trotz mehrfachen Darauf hinweisens unserer Seite, kein Vermerk im Veranstaltungskalender der Hamburger Morgenpost hinterlassen. Die grosse Rubrik “16 bemerkenswerte Events in Hamburg in den Bezirken” hat die Ausstellung auf der Sternwarte komplett übersehen. Stattdessen wurden Flohmärkte, Erdbeerfeste und Weinfeste hofiert.

So kam es nun das heute im Jahr 2015 schon nun im dritten Jahr hintereinander keine Ausstellung mehr auf dem Gelände  Sternwarte mehr stattfinden wird. Auch aus den Köpfen aller Beteilgter (Organisatoren, Besucher und Künstler ) wird das Bedürfnis dies zu wiederholen langsam verschwinden, aber hoffentlich die Erinnerung an vier tolle Jahre nie versiegen.