Was ist der metaphysische Hyperrealismus ?

So nannte Salvadore Dali seine letzte Schaffensphase, die sich mit Holographien und steroskopischen Sehen auseinandersetzte und die er mit den herkömmlichen Mitteln des Pinsels und der Palette umzusetzten versuchte. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Art intuitive Vorwegnahme des Künstlers um der Möglichkeiten die die Infographie später bereithalten würde. Der metaphysische Hyperrealismus ist hierbei nichts anderes als die Metaphysik der Form und seinem reinen ursprünglichen Sein. Dieser zeigt sich gerade durch die Reduzierbarkeit von naturgegebener Rundung auf das Wesentliche, zurück auf seine ursprüngliche Geometrie. Ist die Form auf sein Ursprung und Urgrund reduziert, so trifft diese dabei auf den Hyperrealismus des Lichtes innerhalb des Algorythmus der Software. Nichts anderes tut auch der Polygonismus

Welche Bedeutung hat das Symbol der Fliege in der Kunst des Polygonismus ?

Die Fliege selber findest sich in den Bildern eigentlich gar nicht wieder, dort hat sie zumindest bis jetzt keinerlei Bedeutung. Zu finden ist sie im Design, also Artwork von Digital Punishment. Sie steht einerseits für die Vergänglichkeit allen Lebens, speziell natürlich der des Menschen. Die gekrönte Fliege ist im neuen Design eine Erweiterung der gesamten Grundidee des Bilderzyklus. Der Mensch, der sich gerne auch als die Krone der Schöpfung sieht und dabei alles auszublenden weiß was um ihn herum passiert. Von unserem Standpunkt als Mensch aus gesehen hat die Fliege einen minderwertigen Status. Sie gilt in allen Belangen als hässlich und störend. Von einem übergeordneten Standpunkt, vielleicht der der Schöpfung an sich oder auch der unseres Planeten als einem eigenständigen Organismus, kann man den Menschen auch als störend und minderwertig ansehen. Das neue Design zeigt sich in einer außergewöhnlichen Ornamentstruktur in der ich versucht habe eben diese Häßlichkeit überhöht zu abstrahieren. Die Ornamentstruktur der Fliege ist eingebettet in die Struktur einer Schalttafel und soll somit die Verwobenheit des Menschen oder der Natur an sich mit der Natur der künstlichen Intelligenz unseres Informations und Computerzeitalters symbolisieren. Die Symbolik des Häßlichen, also der Fliege, mit der Schönheit dieser gesamten Struktur symbolisiert auch den ästethischen Ansatz des Polygonismus. Die Symbolik steht hierbei für Bedeutung und Inhalt der Bilder und die Struktur für ihren optisch visuellen Anreiz, der diese dann zum Betrachter transportieren soll.

Warum orientierst du dich in deinen Arbeiten so stark an den Werken anderer Künstler. Hast du keine eigenen Ideen ?

Mir ist es wichtig als Künstler in der heutigen Zeit soviel Bezug auf die Dinge um mich herum zu nehmen. Dazu gehören gerade auch die Arbeiten anderer Kreativer. Ich kopiere ja keineswegs ihre Arbeiten eins zu eins, sondern sie dienen meist als Hinweis oder Impuls um die eigentliche Prämisse des Werkes, also die Grundidee, völlig neu aufzugreifen. Bestes Beispile ist hierbei vielleicht die Arbeit des Algeriers Kader Attia und seiner Installation Ghost. Diese Werk ist eine,eben Installation, eine Gruppierung mehrer in Körper gehüllter Alufolienfiguren. Die Idee faszinierte mich diese in mein Ecce Homo Konzept einzufügen. Dabei werden ganz andere gestalterische Prozesse und auch Fragen ausgelöst die mit dem kreativen Prozess der Arbeit von Attia gar nichts zu tun haben. Somit ist natürlich auch das Ergebnis ein relativ anderes als das in dieser Installation zu sehen ist.

Manchmal ist es aber auch so das ich irgendwo ein Bild nur kurz sehe und aufnehme und dieses eine bestimmte Idee in meinem Kopf auslöst. In der heutigen informationsüberlasteten Zeit mit den überbordenden Wahrnehmungsprozessen denen man durch das Internet ausgesetzt wird ja auch nicht weiter verwunderlich. Diese Idee formt sich meist völlig neu behält aber unter Umständen bestimmte gestalterische Moment des Bildes vielleicht noch bei. Je nachdem was im Kopf so hängen bleibt. Ich arbeite da also völlig ohne Vorlage des Originals, weiß meistens nachher auch gar nicht mehr wo ich es noch her habe.

Übertrieben habe ich es vielleicht einmal bei der Arbeit der Illustratorin Tanja Doskova. Dort habe ich ein Bild fast eins zu eins von ihrer Technik in meine 3d Technik überarbeitet. Ich habe hier tatsächlich die Outlines fast so perfekt kopiert das man beide Bilder fast übereinanderlegen könnte. Trotzdem habe ich eine andere Prämisse für das Bild gewählt und auch einen anderen Hintergrund verwendet. Würde ich heute so natürlich ohne ausdrückliche Zustimmung des Künstlers nicht mehr machen.



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