n die 120 Tage von Zion wird der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Macht und Ohnmacht nicht als Kampf zweier konkurrierender Mächte erzählt, in dem meist gegen Ende das sogenannte Gute das uns bekannte Böse besiegt, sondern als vereinigender und sich selbst verschlingender Tanz der Kräfte die schon immer zusammengehört haben.

Nach einer dunklen Zeit des Chaos in dem die Nationen sich selbst fast von der Landkarte der Geschichte radiert haben und auch so gut wie kein Stein mehr auf dem anderen geblieben ist entstand aus den Ruinen der Zeit der postindustrielle Staat Tamore. Dieser Staat wird sowohl von dem gutherzigen König Uturk regiert als auch vom finsteren Riesen Minski. Dem gütige König Uturk ist das Wohl und das Glück seines Volkes wichtiger als alles andere in seinem Staate. Die Gesellschaft von Tamore funktioniert nach einem immerwiederkehrenden Zyklus von 120 Tagen in dem durch das Los das Schicksal und Wohl eines jeden Bürgers entschieden wird.
Das Gebiet des Herrschers Minski dagegen erstreckt sich über der Stadt Tamore auf dem Berge Zion. Hier haben sich einst die mächtigsten Menschen vor dem Fall der Nationen hingeflüchtet und feiern noch heute unter den gigantischen Banktürmen ihre ausschweifenden Feste. Minski ist von einer legänderen und alles blendenden Schönheit, aber sein Charakter ist schwärzer und tiefer als das dunkelste Timtenfass. Seine Lust und Fresssucht ist legendär wobei er täglich 16 Jungfrauen in einem üppigen Mahl verspeist. Um ihn sich fernzuhalten haben seine Untertanen ihn irgendwann an seinen eigenen aus Menschenleibern gebauten Thron gekettet.

Das lose Band zwischen diesen sehr unterschiedlich Reichen wird nur durch einen dünnen brüchigen Pakt gehalten. Das junge Mädchen Elektra kommt diesen Mächten in die Quere und bedroht durch ihre eigene Herkunft den Pakt zwischen den scheinbar ungleichen Kräften. Sie wird auf eine ungewollte Reise geschickt die sie über die üblen Machenschaften der Organisation Lustmord Unlimited schließlich bis in das finstere Reich des Riesen Minski führt. Dort wo kein Licht des Universums mehr hingelangt findet sie am Fuße des Thrones, dieses fickenden, furzenden und fressenden Ungetüms, an seiner Ferse die von ihm selbst verfasste verzweifelte Nachricht “Helft mir”.